Die Erstkommunion ist der erste Empfang des Sakraments der heiligen Kommunion (von lat. communio = Vereinigung, Gemeinschaft). Dieses Sakrament wird auch Eucharistie genannt.
Die katholische Kirche glaubt: Jesus Christus ist in der Eucharistie – die wir jeden Sonntag überall auf der Welt feiern – in den gewandelten Gaben von Brot und Wein real präsent, das heißt wirklich gegenwärtig.
Wir können Gott nicht sehen, aber wir glauben daran, dass er als unsichtbarer Gott im sichtbaren Brot anwesend ist und sich uns in diesem Brot schenkt. In der Eucharistiefeier (griech. εὐχαριστέω = Danksagung) sagen wir für dieses Geschenk Danke.
Klingt seltsam? Auf den ersten Blick schon. Doch beim genaueren Hinsehen zeigt sich: Was in unserem Leben wirklich zählt, bleibt immer verborgen. Es ist immer unsichtbar und nie zu sehen. So wie zum Beispiel die Liebe, das Glück oder die Freude. Es sind diese unsichtbaren Dinge, die den sichtbaren Dingen in unserem Leben ihren unschätzbaren Wert verleihen.
Weil wir als Menschen aber nicht nur Kopf und Geist sind, sondern die Welt mit all unseren Sinnen erfahren, brauchen wir für die unsichtbaren Dinge eine sichtbare Vermittlung. So wie z.B. ein Kuss die Liebe zu einem anderen Menschen sichtbar machen kann.
Wir verlassen uns sehr auf unsere Augen und vergessen deshalb schnell, dass Gott wirklich da ist, obwohl wir ihn nicht sehen können. Eben darum hat er uns für seine unsichtbare Gegenwart ein sichtbares Zeichen gegeben.
Die Kinder, die bei der Erstkommunion erstmals die Eucharistie empfangen und damit in die innigste Gemeinschaft mit Gott eintreten, bekennen sich mit ihrem „Amen“ genau zu dieser unsichtbaren Wirklichkeit Gottes, die weit über den Brotteig hinaus geht:
„Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,16) und diese göttliche Liebe ist es, die unsere eigentliche Wirklichkeit ausmacht und die wir in der Kommunion feiern.